Versuche mit Salinenkrebsen (MSS 12)

Versuche mit Salinenkrebsen

"Auch im Fach Biologie machen wir Versuche, es sind zwar nicht so viele wie in manch anderen Fächern, wie zum Beispiel Chemie, aber dafür sehr interessante. In der Jahrgangsstufe 12 haben wir durch Versuche die optimalen Lebensbedingungen für Salinenkrebse ermittelt. Salinenkrebse (lat. Artemia salina) sind auch unter dem Namen Urzeitkrebse bekannt. Sie werden oft in Form von Frostfutter oder noch als Eier in Zoohandlungen als Zierfischfutter verkauft. Den natürlichen Lebensraum der Salzkrebse bilden Salzseen weltweit, dort kommen sie in riesigen Mengen vor. Je nach Salzgehalt ändert sich das äußere Erscheinungsbild der Tiere, bei niedrigem Salzgehalt werden sie rötlich, bei hohem hell. Fühlen sie sich bei einer bestimmten Salzkonzentration nicht wohl, fangen sie an sich "eigentümlich" zu drehen. Die Salinenkrebse können einen Zentimeter lang werden und ernähren sich von Algen, ersatzweise kann man sie aber auch mit Trockenhefe füttern.
Unsere Aufgabe war nun selbstständig herauszufinden, bei welchem Salzgehalt die Salinenkrebse ihr Optimum haben. Dazu überlegten wir uns in der Gruppe einen geeigneten Versuchsaufbau. (Die anderen Gruppen kümmerten sich um die Faktoren Licht und Temperatur.)
Wir befüllten 8 Petrischalen mit Wasser und gaben unterschiedlich viel Kochsalz hinzu, sodass wir folgende Salzkonzentrationen für unseren Versuch hergestellt hatten: Wasser mit 1%igem, 2,5%igem, 5%igem, 7,5%igem, 10%igem, 15%igem, 25%igem und 75%igem Salzgehalt. Außerdem haben wir zum Vergleich eine Petrischale mit dem Optimum zur Verfügung erhalten. Nun setzten wir mit Hilfe einer Pipette je 3 Artemia salina in eine Schale und beobachteten deren Reaktionen. Nach ca. einer halben Stunde stellte sich heraus, dass sich die Tiere ab einem Salzgehalt von 25% im Kreis drehen und "Saltos" schlagen, was ein Zeichen dafür ist, dass sie sich unwohl fühlen. Ab 7,5% Salz im Wasser sind die Tiere zwar aktiv, jedoch nicht zu vergleichen mit den Salinenkrebsen, die im Optimum schwimmen. In der 1%igen Salzlösung verhalten sich die Tiere sehr träge und langsam. So kamen wir durch unsere Ergebnisse darauf, dass sich die Salinenkrebse bei einer Salzkonzentration zwischen 2,5 und 5% am wohlsten fühlen, da sie sich dort genauso verhalten wie in der Petrischale mit dem optimalen Salzgehalt.
Warum fühlen sie sich nun bei einer Salzkonzentration zwischen 2,5 -5% am wohlsten? Das liegt daran, dass sie bei dieser Konzentration ihren osmotischen Wert durch Salzausscheidung am Besten konstant halten können.
Diese Art von Versuchen ermöglichen Schülern selbstständig zu forschen, was nicht nur interessant, sondern auch sinnvoll für die Zukunft ist. Man muss sich selbst ein Methode überlegen, bei dem die Tiere nicht gefährdet werden und man zu stichhaltigen Ergebnissen gelangt. Dies hat unserer Gruppe sehr viel Spaß gemacht und uns - natürlich nur in kleinem Rahmen - gezeigt wie es in einem Beruf als Forscher aussieht." (Dorina Strieth und Ines Wickertsheim, MSS 12)